Geschichte und Philosophie des Shiatsu

Obwohl Shiatsu häufig als Abkömmling der

Akupunktur gesehen wird, ist es wahrschein-

licher,dass es sogar dieser altehrwürdigen

Therapieform voran ging. Und da Berühren

eine ganz instinktive Form des Heilens ist,

können wir davon ausgehen dass die Punkte

und Meridiane schon lange gerieben und ge-

drückt wurden.

Schriftlich erwähnt wird Shiatsu das erste Mal

in China zwischen 206 v. Chr. und 220 n. Chr.

Über wandernde Mönche kam im 6. Jahrh. die

traditionelle chinesische Medizin (TCM) sowie

die buddhistische Lehre von China nach Japan.

Hier wurde die TCM verfeinert. Im Jahre 1925

gründete T. Namikoshi die Klinik für Druck-

therapie. Er war bestrebt, westliches Wissen

zu integrieren.

Auch S. Masunaga, Professor für Psychologie,

studierte Shiatsu an dieser Schule. Später

entwickelte er das Zen-Shiatsu, das sowohl

westliche als auch östliche Vorstellungen von

Krankheit und Heilung einschließt.

Meditation und Kontemplation wurden zum

wichtigen Bestandteil in der persönlichen

Shiatsuarbeit, um die Qualitäten der Offenheit,

Absichtslosigkeit und Wahrnehmung in der

eigenen Entwicklung zu unterstützen.

Masunaga brachte Shiatsu vor ca. 30 Jahren in

die USA. Von dort kam Shiatsu nach Europa.